Freudenberg Racing Team

6. Bericht 16.Mai IDM Oschersleben PDF Drucken E-Mail

Freudenberg-Team weiter auf Erfolgsstrecke

Zwei Mann auf dem Podest / Alle vier Fahrer in den Punkten

Auch die Motorsport Arena Oschersleben war ein erfolgreiches Pflaster für das Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda. Bei der zweiten Saisonstation der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) schafften es drei Piloten in die Top Vier, Luca Grünwald gewann das Rennen und Toni Finsterbusch wurde Dritter. Daniel Kartheininger schrammte als Vierter knapp am Podest vorbei und auch Joel Bigler erkämpfte sich auf Rang 15 einen Meisterschaftspunkt. "Vier Fahrer in den Punkten, so etwas hat es noch nie gegeben", jubelte Teamchef Michael Freudenberg kurz nach dem Rennen.

Dabei war das Rennen in Oschersleben wieder ein ähnlich knappe Kiste wie die beiden Läufe zum Saisonauftakt auf dem Lausitzring. Dabei waren die Voraussetzungen denkbar schlecht. Am Freitag hatten die Piloten zwar im Trockenen trainieren können, doch war es bei kalten Temperaturen schwer, die Reifen ordentlich zum Funktionieren zu bringen. Am Samstag in den Qualifikationstrainings mischte sich auch noch Regen zur Kälte und so war an ein vernünftiges Arbeiten kaum zu denken. Trotzdem schafften sich Finsterbusch (Startplatz 3), Kartheininger (11) und Grünwald (12) halbwegs vernünftige Ausgangspositionen für das Rennen. Der Schweizer Bigler nahm das Rennen von Rang 28 auf.

Am Sonntag gab es dann wärmere Temperaturen und etwas Sonnenschein. Nach wirklich guten Starts waren es schon bald Grünwald, Finsterbusch, Kartheininger und der Südafrikaner Mathew Roy Scholtz, die sich als Vierergruppe an der Spitze des Feldes festgesetzt hatten. Und hier wurde nicht etwa hintereinander her gefahren, nein, hier wurde überholt und gekämpft. Um jeden Millimeter, in jeder Kurve, an jeder denkbaren und undenkbaren Stelle tauschten die vier ihre Positionen. Es war dabei klar, dass die endgültige Vergabe der Platzierungen erst in der letzten Runde erfolgen sollte.

Und so kam es dann auch. Kartheininger verlor auf den letzten Metern durch Probleme beim Überrunden etwas den Kontakt und konnte keine finale Schlussattacke mehr reiten. Also sollten es Scholtz und die beiden anderen Freudenberg-Fahrer Grünwald und Finsterbusch unter sich ausmachen. Aus der letzten Kurve kam noch der Südafrikaner als erster heraus. "Aber ich konnte einen Tick eher ans Gas gehen und ihn ausbeschleunigen", freute sich Sieger Grünwald, der damit bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr gewinnen konnte. Finsterbusch stand im dritten Rennen zum dritten Mal in diesem Jahr mit auf dem Podest - als Dritter hinter Scholtz. "Ich hatte in der letzten Runde einmal kurz Probleme mit dem Motorrad, verlor ein paar Meter und konnte dann nicht mehr ganz angreifen. Aber in der letzten Kurve wurde erst alles entschieden und dort ging es verdammt eng zu", gab Finsterbusch aus Krostitz zu Protokoll. Kartheininger als Vierter verlor im Ziel nur zweieinhalb Sekunden auf den Sieger und holte ebenfalls wichtige Meisterschaftspunkte.

Eine beeindruckende Leistung zeigte auch Bigler. Der Schweizer war vom 28. Startplatz losgeknattert, hatte sich förmlich durch das Feld gepflügt und 13 Piloten überholen können. Am Ende wurde dies mit dem zweiten IDM-Punkt seiner Karriere, dem ersten des Jahres belohnt. Außerdem machte er die Sache rund, indem er eben als Vierter von vier Freudenberg Racing Team-Piloten in Oschersleben Punkte holte. "Einfach nur geil, damit können wir komplett zufrieden sein. Besser geht es nicht", frohlockte auch Teamkoordinator Carsten Freudenberg.

In der Gesamtwertung geht es nun extrem eng zu. Grünwald, Finsterbusch und Kartheininger belegen die Ränge zwei bis vier. Der Südafrikaner Scholtz führt die Tabelle zwar weiterhin an, doch liegt der Waldkraiburger Grünwald nur noch vier Punkte hinter ihm. Schon nächste Woche (30. Mai) könnte sich das wieder ändern. Dann gastiert die IDM auf dem legendären Nürburgring in der Eifel und auch das Freudenberg-Team will dort die Siegerstraße weiter verfolgen.

Presse: Toni Börner