| 11. Bericht 07.August IDM Schleiz |
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Freudenbergs siegen wieder Doppelpodium in Schleiz Luca Grünwald kann es noch. Der Waldkraiburger aus dem Bischofswerdaer Freudenberg Racing Team ist der amtierende Meister der Klasse bis 125ccm in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM), konnte nach seinem Titelgewinn im letzten Jahr und dem Umstieg von einer Seel125-Maschine auf eine KTM in dieser Saison aber noch nicht gewinnen. In den ersten fünf Rennen der Saison standen für Grünwald als beste Platzierungen vierte Ränge auf dem Tableau. Kein einziges Podest für den Champion. Doch am Wochenende korrigierte er dies und fuhr sein erstes Podest der Saison ein - gleich standesgemäß einen Sieg auf dem legendären Schleizer Dreieck in Thüringen. "Wo, wenn nicht hier", grinste Grünwald nach seinem ersten Triumph der Saison 2011 am Sonntag. Schließlich hatte der KTM-Pilot hier vor einem Jahr seinen Titelgewinn in der Achtelliterklasse perfekt gemacht. "Die ersten Kurven habe ich mir das erstmal angeschaut, da war es an einigen Stellen noch ein bisschen nass." Schließlich hatten die vorangegangenen Rennen im Regen ausgetragen werden müssen. "Überholen war auch nicht so einfach. Als ich dann an den anderen vorbei war, habe ich drei, vier Runden richtig gepusht. Da konnte ich ordentliche Zeiten fahren und war so etwa drei Sekunden weg. Dann habe ich versucht, einfach den Rhythmus weiter zu fahren. Das hat funktioniert und ich freue mich, dass es dieses Jahr endlich geklappt hat. Es sind ja noch zwei Rennen, das kann so weiter gehen!" Doch damit nicht genug. Für das Freudenberg-Team war das Wochenende auf dem Schleizer Dreieck durchaus sehr erfolgreich, denn mit Florian Alt konnte einer der Youngster des Teams sein erstes Podest in der IDM einfahren. Er donnerte mit seiner KTM knapp hinter dem Führenden der Gesamtwertung, Jack Miller aus Australien, als Dritter über die Ziellinie. "In der letzten Kurve war es sehr hart", sagte Alt. "Jack Miller hat sich vorbei gebremst, dadurch war ich sehr langsam und der Bryan Schouten ging noch innen vorbei. Aber die waren so eng beieinander, dass sie bremsen mussten und ich konnte außen rum den Bryan noch nehmen. Das war so knapp, ich hätte Zweiter, aber auch Vierter werden können." Am Schleizer Dreieck gab es für die Truppe um Teamchef Michael Freudenberg aber nicht nur Positives zu berichten. Bereits am Freitag im freien Training stürzte der Krostitzer Toni Finsterbusch schwer. "Ich habe mir das rechte Schlüsselbein gebrochen", so der KTM-Fahrer. "Das ist das erste Mal, dass mir so etwas passiert ist. Aber das gehört eben auch zum Rennsport dazu. Natürlich bin ich sehr enttäuscht, aber man kann das nicht ändern." Finsterbuschs Maschine sollte am Wochenende aber nicht verwaisen. Bereits am Freitagabend reiste der zweifache deutsche Meister der 125ccm-Klasse, Marcel Schrötter, nach Schleiz, um im Freudenberg Team am traditionellen Fahrerlager-Fußball-Turnier teil zu nehmen. Seine Lederkombi hatte der sonstige Mahindra-Pilot aus der Weltmeisterschaft auch dabei und so sprang er am Samstag und Sonntag kurzerhand ein. "Ich will einfach ein paar mehr Runden drehen und ein wenig Spaß haben", so der Meister von 2008 und 2009. Und auch Teamchef Michael Freudenberg sah das ähnlich. "Marcel fährt zwar in der Weltmeisterschaft, aber trotzdem gehört er noch zum deutschen Nachwuchskader. Und dass wir für den Nachwuchs ein Herz haben und diesen fördern, das ist schon immer unser Credo. Darum haben wir Marcel diese Möglichkeit sofort angeboten." Und das Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn Schrötter dankte den Freudenbergs seinen Einsatz mit einem respektablen sechsten Platz im Rennen - knapp unter einer Sekunde hinter den Podiumsplatzierungen. Der Österreicher Lukas Wimmer, der seine erste Saison in der IDM 125 bestreitet, arbeitete in Schleiz weiter an seiner Konstanz in dieser Klasse. Mit seiner Seel Honda 125 sah er das Ziel als 13. - und holte damit zum fünften Mal in seinem sechsten Rennen Punkte. Wimmer hat mittlerweile 25 Punkte gesammelt und sich damit schon im guten Mittelfeld der Gesamtwertung klassiert. Beim nächsten Rennen - auf dem Red Bull Ring Spielberg in Österreich - wird der letztjährige Gesamtsieger des ADAC Junior Cups den Heimvorteil auf seiner Seite haben. Wimmers Landsmann, Deni Cudic, hatte in Schleiz das Glück nicht auf seiner Seite. "Negativ", fasste der Österreicher sein Wochenende zusammen, nachdem er im Rennen am Sonntag bereits in der ersten Runde stürzte. "Das ganze Wochenende war schon von Anfang an nicht so gut, ich habe hier einfach keinen Rhythmus gefunden. Im Rennen habe ich dann eigentlich einen sehr guten Start gehabt. Ich habe mich von 17 auf zehn nach vorn gekämpft und bin dann auf einen nassen Fleck gekommen und gestürzt." Presse : Toni Börner |









