Freudenberg Racing Team

5. Bericht 24.April IDM Lausitzring PDF Drucken E-Mail

Schwieriger Saisonauftakt für Freudenbergs

Schwieriger Start in die Saison. Nachdem das Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda in der Saison 2011 sowohl mit dem amtierenden Meister als auch Vizemeister der Klasse bis 125ccm in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft als haushoher Favorit gehandelt wurde, gestaltete sich der Saisonauftakt in der Lausitz schwer. Luca Grünwald und Toni Finsterbusch gelten als die Aushängeschilder des Teams, mit Lukas Wimmer, Deni Cudic und Florian Alt betreibt Teamchef Michael Freudenberg Nachwuchsarbeit.

Alt fehlte auf dem Lausitzring verletzungsbedingt, Grünwald hatte etwas Probleme, sich an sein neues Motorrad, eine KTM, zu gewöhnen. "Es ist schon ganz anders als letztes Jahr mit der Honda", sagte der amtierende Meister, der sich als Fünfter für einen Start aus Reihe zwei qualifiziert hatte. Bei Teamkollege Finsterbusch gibt es diese Umstellungsprobleme nicht, denn er fuhr auch im letzten Jahr auf der KTM. Er holte sich 0,089 Sekunden hinter dem Australier Jack Miller die Poleposition und galt als Top-Favorit auf den Sieg am Sonntag.

Finsterbusch setzte sich auch gleich nach dem Start in Führung und war gerade drauf und dran, sich vom Rest des Feldes abzusetzen. Doch schließlich mündete dies in einem Sturz. "Mir ist das Vorderrad weggerutscht", sagte der Krostitzer nach dem Rennen. "Das kann passieren. Aber es ist natürlich ganz besonders ärgerlich, denn ich hätte dieses Rennen gewinnen können. Ich bin schon in der zweiten Runde die Zeiten gefahren, die die Spitze dann im Rest die ganze Zeit gefahren ist." Finsterbusch selbst konnte seine KTM zwar wieder in Gang bringen und nach dem harmlosen Vorderradrutscher weiterfahren, doch steuerte er die Box an.

Also war es an Grünwald, der die Fahnen der Bischofswerdaer Truppe hochhalten musste. Im Rennverlauf kam er mit seinem neuen Motorrad immer besser in Fahrt und gegen Ende konnte er auch seine persönlichen Rundenzeiten weiter steigern und verbessern. Als Vierter schrammte der Waldkraiburger nur knapp am Podium vorbei. Ausgerechnet hatte er sich aber etwas mehr, denn aus der letzten Saison ist er noch etwas Erfolgsverwöhnt. Grünwald hofft nun auf das nächste Rennen in Oschersleben, dass es dort wieder auf das Podest geht.

Neuzugang Lukas Wimmer aus Österreich schlug sich bei seinem ersten Rennen in der IDM 125 sehr beachtlich. Der Pischelsdorfer donnerte mit seiner Seel Honda auf den neunten Rang, auch wenn es am Anfang etwas Schwierigkeiten gegeben hatte. "Vor mir hatte jemand einen Highsider und ich musste bremsen, habe fast gestanden", schilderte Wimmer. "Ich war dann Viertletzter und habe mich wieder nach vorn gekämpft. Es war mein erstes Rennen in dieser Klasse und es war wahnsinnig geil. Die Jungs sind alle viel schneller als im Junior Cup, hier wird härter gekämpft. Das macht mir richtig, richtig Spaß."

Teamkollege Deni Cudic belegte knapp hinter Wimmer den elften Rang und sammelte damit wichtige Meisterschaftspunkte. "Ich hatte kurz nach dem Start ein Problem", sagte er. "In der ersten Kurve habe ich ein paar überholen können, aber es hat hin und wieder mal einen Rutscher gegeben. Aber ich konnte mich dann auch wieder heranpirschen. Es geht insgesamt. Das nächste Mal wird es besser."

Presse: Toni Börner