Freudenberg Racing Team

08. Bericht 03.August IDM Schleiz PDF Drucken E-Mail

Ein Wochenende zum Abhaken

Schleiz brachte Pech für das Freudenberg-Team // Straffes Programm: Zwei Rennen in sieben Tagen

Am vergangenen Wochenende (1.-3. August) fand in Thüringen auf dem Schleizer Dreieck der sechste Lauf zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft statt. Das Freudenberg Racing Team war dort mit drei Fahrern und einer Fahrerin vertreten.

Daniel Kartheininger sollte in Schleiz an seine Leistungen und den Podestplatz vom Salzburgring anknüpfen. Der junge Mann aus Boos kam im Abschlusstraining aber über einen siebenten Rang nicht hinaus. Dabei verlor er nur Rund 1,2 Sekunden auf den Trainingsschnellsten, Marcel Schrötter.

Doch zurück zum Freudenberg-Team. Ein ganz besonderes Rennen sollte es eigentlich für den zweiten Mann im Rennkollektiv werden. Daniel Puffe ist Schleizer und fuhr somit direkt vor seiner Haustür. Allerdings stand das Wochenende für ihn unter einem schlechten Omen. Der 18-jährige kämpfte mit einer schweren Grippe. Im Zeittraining fuhr er dennoch auf den 16. Rang.

Katrin Meyer borgte sich in Schleiz erneut ein anderes Motorrad, da ihre eigentliche Honda nur ein Standard-Motorrad ist. Mit der geliehenen Maschine fuhr die Markt-Taschendorferin auf den 25. Startplatz. „Aber im Rennen geht noch was“, gab „Hexe“ – wie sie mit Spitznamen heißt – zu Protokoll. Sie hatte in den Trainings auch etwas Pech mit einer gerissenen Kette und einem Sturz.

Das Rennen am Samstag fand bei schönem Wetter und warmen Temperaturen statt. Am Start hatte Daniel Kartheininger wohl seine Problemchen. Denn aus der ersten Runde kam er von Startplatz sieben aus nur als 22. wieder. Allerdings ist er eine Kämpfernatur. Nach acht Runden aber hatte er sich schon auf den achten Rang wieder nach vorn gekämpft. Dann streikte die Technik. „Ein Kurzschluss in der Zündbox war das Problem“, ärgerte sich auch Carsten Freudenberg.

Für Daniel Puffe hieß es nach sieben Runden: Rennen beendet. Mit 40 Grad Fieber war es nicht möglich weiter zu fahren. Puffe musste vom Motorrad gehoben werden und sich anständig ausschlafen. Dennoch eine anerkennenswerte Leistung! Während andere aus dem Bett nicht heraus kommen und sich von Mutti pflegen lassen würden, trat der Junge noch zum Rennen an.

Für Katrin Meyer war das Rennen ebenfalls zeitig vorüber. In der dritten von insgesamt 14 Runden stellte sie ihre 125er ebenfalls mit technischem Defekt ab.

So war Joel Bigler der einzige des Freudenberg-Teams, der in Schleiz die Zielflagge sah. Der Schweizer, der auf keinerlei Minibike- oder andere Rennerfahrung zurück blicken kann und in Schleiz erst sein siebentes Motorradrennen überhaupt bestritt, kommt immer besser zurecht. In Thüringen reichte es für den 26. Platz von insgesamt 38 gestarteten Piloten.

Zeit zum Ausruhen gibt es für die Mannen des Rennstalls aus Bischofswerda allerdings nicht. Von Schleiz aus ging es direkt in die Motorsport Arena Oschersleben. Denn dort steht seit Mittwoch die 11. German Speedweek an. Eine Premiere. Denn die Langstrecken Weltmeisterschaft trägt ihr 8-Stunden-Rennen aus und am Sonntag gibt es die geballte Rennaction der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Bereits am Donnerstag finden dort die ersten Zeittrainings für Kartheininger, Puffe, Meyer und Bigler statt. Und natürlich auch für alle anderen IDM-Piloten.

Presse : Toni Börner

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