Freudenberg Racing Team

05. Bericht 01. Juni IDM Nürburgring PDF Drucken E-Mail
3. IDM-Lauf für das Freudenberg Racing Team in der Eifel.

Beim dritten Lauf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) konnte das Freudenberg Racing Team wieder mit drei Fahrern an den Start gehen. Der von seinem Unfall wieder genesene Daniel Puffe schwang sich wieder auf seine Honda, ebenso wie Joel Bigler und Katrin Meyer. Daniel Kartheininger fehlte aber erneut, da er zu gleicher Zeit im italienischen Mugello im Red Bull Rookies Cup antrat. Damit durfte Katrin Meyer erneut seine „scharfe“ Honda pilotieren.

Der Trainingstag auf dem Nübrurgring verlief so, wie es sich keiner der über 200 Piloten im Fahrerlager vorgestellt hatte. Die Sessions am Vormittag wurden alle gecancelled aufgrund von Nebel mit Sichtweiten teilweise unter 10 Metern. „Das fahren wäre jetzt wirklich zu gefährlich“, zeigte sich Daniel Puffe mit der Entscheidung der Rennleitung einverstanden. „Das ist zwar ärgerlich, aber das hier macht echt keinen Sinn.“

Gott-Sei-Dank lichtete sich der Nebel gegen Mittag und man begann die Trainingssitzungen durch zu ziehen. Dabei gab es für jede Klasse aber nur ein einziges Zeittraining anstatt der gewohnten zwei. Daniel Puffe holte sich den zehnten Startplatz – fünf Plätze vor Katrin Meyer. Joel Bigler erkämpfte sich Startrang 34.

Am Rennsonntag erlebte man dann auf dem Nürburgring ein Motorradwetter wie es im Bilderbuch steht. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen über 25 Grad machten gleich viel mehr Lust auf Rennen schauen und fahren.

Der Start zum Rennen in der Klasse bis 125 Kubikzentimetern erfolgte alles andere als Planmäßig. Schon in der ersten Runde musste abgebrochen werden, da einige Fahrer stürzten und es zu gefährlich gewesen wäre das Rennen weiter laufen zu lassen.

Der Re-Start verlief für Daniel Puffe nahezu perfekt. Der Schleizer lag nach wenigen Kurven schon auf Rang fünf. Aber dabei blieb es leider nicht lange. Puffe kollidierte mit einem anderen Piloten und musste zu Boden. „Daniel hat dann versucht weiter zu fahren“, kommentierte Teamchef Michael Freudenberg. „Aber das ging nicht lange gut. Erstens war sein Rhythmus gestört und zweitens war das Motorrad kaputt. Die Lenkerstummel und die Fußrasten waren verbogen. Er hat es zwar noch drei Runden lang versucht, hat dann aber aufgegeben.“

Mehr Grund zum jubeln gab es bei Katrin Meyer. Die „Hexe“ fuhr erneut ein Super-Rennen. Schon am Start konnte sie etliche Plätze gut machen und kämpfte sich tapfer nach vorn. Die Junge Lady aus Markt Taschendorf lag zur Rennmitte lange Zeit auf dem schon sehr guten zehnten Rang. In den letzten zwei Runden setzte sie noch einmal zum Schlussspurt an und konnte zwei weitere Piloten überholen. Damit war sie am Ende des Rennens achte. „Das ist echt Wahnsinn, was Katrin derzeit zeigt“, freute sich Freudenberg. „Auf dem Sachsenring wird Daniel Kartheininger noch einmal fehlen, da er in Donington sein wird. Dann bekommt Katrin das Motorrad gleich noch einmal.“

In der Gesamtwertung hält Katrin Meyer sogar die Fahnen des Freudenberg Racing Teams hoch. Mit insgesamt vierzehn Zählern liegt sie auf dem elften Gesamtrang. Und das als Frau.

Das Rennen in der Klasse IDM 125 gewann Marcel Schrötter vor Joey Litjens und Marvin Fritz. Der dritte Mann im Freudenberg-Team, Joel Bigler, wurde übrigens 25ter und hat sich somit auch beachtlich nach vorn gekämpft.

In Italien fuhr Daniel Kartheininger auf den fünften Rang – nur 0,03 Sekunden hinter dem Spanier Daniel Ruiz. Das Rennen hatte der 15-jährige aus Boos nur als 20. aufnehmen können, was seine Leistung auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Mugello unterstrich.

Für das Freudenberg-Racing-Team wird es am kommenden Wochenende einen weiteren Lauf geben. Die Truppe um die Bischofswerdaer Michael und Carsten Freudenberg werden am Wochenende in Schleiz sein um an den Rennen der IG Königsklasse teil zu nehmen. Mit der IDM geht es dann auf der deutschen GP-Strecke, dem Sachsenring weiter. Das ist dann vom 20. bis 22. Juni 2008.

Presse: Toni Börner